Endlich können wir unser neues Programm für das Jahr 2025 präsentieren. Wir bieten wieder ein vielfältiges Programm, welches neben den verschiedenen Landschaftspflegemaßnahmen und Artenschutzprojekten, interessante Führungen und Exkursionen anbietet. Auch für Familien und Kinder bieten wir wieder WALDWERKELN-Termine an und in diesem Jahr erstmals eine Fledermausführung im Rahmen der bundesweiten Batnight. Neu sind auch Feierabendwanderungen in Naturschutzgebiete in der näheren Umgebung. Unser Programm können Sie unter Termine herunterladen.
Die diesjährige Wandersaison begann in Aspach bereits am 11. Februar. Wieder einmal machten sich die Springfrösche bei Völkleshofen als erstes auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Auch am
Sandbruch und am Fautenhau konnten am folgenden Tag die ersten Erdkröten und Springfrösche auf Wanderschaft erfasst und sicher über die Straße getragen werden. Die anschließenden niedrigen
Temperaturen sorgen dann für keine weitere Wanderbegeisterung, so dass erst wieder zwischen dem 21.02. und dem 25.02.2025 eine Streckenbetreuung durch Aktive der NABU-Gruppe Aspach erforderlich
wurde. Das erneute Absinken der Temperaturen hemmte erneut die Wanderschaft der Amphibien. Erst ab dem 05.03.2025 wagten sich dann die ersten Erdkröten wieder aus ihren Winterquartieren.
Dann gab es in kurzer Zeit kein Halten mehr. Während in Völkleshofen die letzten Springfrösche das Laichgewässer aufsuchten, kam die Erdkrötenwanderung am Sandbruch und am Fautenhau in
vollen Gang! Allein am 10.03.2025 wurden am Sandbruch 456 Erdkröten eingesammelt. Am Fautenhau wurden zwischen dem 09.03. und dem 11.03.2025 407 Erdkröten sicher über die Straße gebracht. Kurz
danach legten die Erdkröten eine weitere Pause ein, bevor ab dem 20.03.2025 die letzte große Wanderbewegung einsetzte. Nachdem zwischen dem 20.03. und dem 22.03.2025 sowohl am Fautenhau, als auch
am Sandbruch stets weit über 150 Erdkröten eingesammelt wurden, ließ die Wanderungen ab dem 25.03.2025 spürbar nach. Am 29.03.2025 konnten zumindest am Sandbruch keine Erdkröten mehr und am
Fautenhau einzelne Tiere angetroffen werden. Folglich gehen wir davon aus, dass die diesjährige Amphibienwanderung pünktlich zum Ende des Monats März auch bei uns beendet sein wird.
In dem aufgezeigten Zeitraum waren die ehrenamtliche Helferinnen und Helfe an drei Wanderstrecken insgesamt 51 mal im Einsatz. Hierbei konnten insgesamt 3.075 Amphibien sicher über die
Straße geleiten.
Ein ganz großer Dank gilt unseren zahlreichen Helferinnen und Helfer, ohne die wir diese Artenschutzmaßnahme nicht in dieser Weise und in diesem Umfang leisten hätten können.
Die NABU-Gruppe Aspach betreut zahlreiche verschiedene Pflegeflächen in Aspach, darunter auch sieben Laichgewässer. Das Jahr über führen wir verschiedene Pflegearbeiten zum Erhalt und zur
Förderung der dortigen Landschaftselementen, Biotope und zum Schutz der dortigen Flora und Fauna durch.
Die Laichgewässer im Heiligental haben wir vor 30 Jahren angelegt. Im Lauf der Zeit hat sich am angrenzenden Hangbereich ein Feldgehölz entwickelt. Dieses möchten wir nun auf den Stock setzen.
Damit erreichen wir einen dichteren wuchs des Feldgehölzes und verschaffen so den drei Laichgewässern einen Platz an der Sonne. Die Sägearbeiten wurden bereits am 1. Februar 2025 durchgeführt, so
dass am 1. März 2025 das Zusammentragen und Häckseln des Gehölzschnittes erfolgte. Dank dem engagierten Einsatz unserer Ehrenamtlichen konnte die doch sehr anspruchsvolle Aufgabe schneller
als geplant umgesetzt werden. Erstmals kam hierbei ein Häcksler direkt zum Einsatz. Gerade rechtzeitig vor Beginn der Amphibienwanderung konnten auf diese Weise fast ideale Bedingungen für
Springfrosch, Erdkröte und Co. geschaffen werden.
Die Pflegefläche "Forstbachteich" umfasst neben dem Laichgewässer noch angrenzende Feuchtwiesen und eine Feldhecke. Somit gibt es am Forstbachteich eigentlich immer etwas zu tun. Nachdem wir zuletzt im Februar 2023 einen Abschnitt der Feldhecke zurückgeschnitten und somit "Auf den Stock gesetzt" haben, stand am Samstag, den 25.01.2025 der Rückschnitt eines weiteren Heckenabschnittes auf dem Programm. Bereits am Vormittag wurde ein Großteil der Sägearbeiten durchgeführt. Dies war in der dornenreichen Schlehenhecke gar nicht so leicht. Am Nachmittag wurde dann das angefallene Schnittgut zusammengetragen. Hierbei kam wesentlich mehr Holz zusammen, als ursprünglich gedacht. Dank dieser "Verjüngung" werden in diesem Heckenabschnitt schon bald wieder ideale Nistmöglichkeiten für Mönchsgrasmücke und eventuell den Neuntöter entstehen.
Bei der Baumschau handelt es sich um eines der wenigen Niedermoore im Rems-Murr-Kreis. Seit mehr als 20 Jahre wird dieses besondere Biotop von der NABU-Gruppe Aspach gepflegt. Die jährlichen Pflegearbeiten umfassen die abschnittsweise Mahd von Teilflächen des Gebietes und das anschließende Zusammenrechen des Mähgutes für den Abtransport. Auf diese Weise wird das Aufkommen einer Gehölzsukzession unterbunden. Die abschnittsweise Mahd lässt unterschiedliche alte Gras- und Staudenstrukturen entstehen, welche ideale Lebensräume für die unterschiedlichen Insektenarten darstellen. Auch besondere Vogelarten wie der Neuntöter und das Schwarzkehlchen kommen hier als Brutvogel vor. Mitunter rasten Bekassine und Zwergschnepfe sowie Braunkehlchen im Gebiet.
Die diesjährigen Pflegearbeiten fanden am 5. und 12. Oktober statt. Nachdem unser Mähtrupp zunächst die vorgesehenen Flächen mit dem Balkenmäher gemäht hat, wurde am darauf folgenden Samstag zusammengerecht. Das Mähgut wird von einem Landwirt abgeholt und entsorgt.
Die NABU-Gruppe Aspach betreut derzeit sieben Laichgewässer in Aspach. Dort finden sich alljährlich Erdkröten, Gras- und Springfrösche sowie Berg- und Teichmolche zum Laichen ein. Hin und wieder
trifft man auch den ein oder anderen Kammmolch in diesen Gewässern ein. Dieses Netz an kleinen und größeren Laichgewässer dient dem Erhalt unserer Artenvielfalt und wurde daher nicht ohne Grund
mit dem Landes-Naturschutzpreis 2020 ausgezeichnet.
An mehreren Wochenenden im September und Oktober 2024 waren wir wieder eifrig bei der Pflege zum erhalt dieser kleinen Ökosystemen im Einsatz. Hierbei mähen wir mit Freischneidern den
Ufersaum und die angrenzenden Feuchtwiesen. Auf diese Weise werden diese Bereiche von einem aufkommenden Bewuchs von Erlen und Weiden frei gehalten. Diese Pflegeeinsätze an den
Schneckenbergteichen, dem Laichgewässer Völkleshofen und am Forstbachteich sowie an den Röhrachteichen sind bereits abgeschlossen.
Im November 2024 stehen noch Gehölzpflegearbeiten an den Röhrachteichen und an dem Laichgewässer im Heiligental sowie an den Schneckenbergteichen an.
Unser diesjähriger Jahresausflug führte uns ins "Klimamoor" Dattenhauser Ried ins Schwäbische Donautal. Im Rahmen einer Führung erhielten wir einen interessanten Lebensraum von Kiebitz und Bekassine. Auch das aktuelle Wiedervernässungsprojekt wurde uns anschaulich erläutert. Auf einer Fläche von etwa 220 Hektar wird der Wasserhaushalt dieses Niedermoores positiv verändert. Auf diese Weise können knapp 100.000 Tonnen CO2-Äquivaltene über den Berechnungszeitraum von 50 Jahren eingespart werden. Besonders interessant war für uns, dass der NABU.Baden-Württemberg als Grundstückseigentümer an diesem Projekt involviert ist. Nach einem guten Malzeit im Landgasthof Adler in Oberbechingen ging es weiter zur "Landmarke Donaumoos". Am einstigen Kieswerk bekamen wir einen Einblick, wie der Kiesabbau das Donaumoos und auch die Moorlandschaft langfristig verändert hat. Das Kieswerk bzw. das was von ihm noch existiert wird im Übrigen nicht mehr zurückgebaut. An diesem soll veranschaulicht werden, wie die Natur im Laufe der Zeit von dieser Stätte wieder Besitz ergreift. Wie es dort wohl in 10 oder gar 20 Jahren aussehen wird?